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Leitfaden für Grenzgänger

 

5.2.

Renten aus mehreren Ländern

Bei der Berechnung Ihrer Altersrente werden – wie erwähnt – zwar Zeiten in allen europäischen Mitgliedsstaaten berücksichtigt, um die Anspruchs-voraussetzungen zu erfüllen (z. B. Wartefristen), eine einzige mitglieds-staatliche Gesamtrente gibt es aber nicht. Jedes Land, in dem ein Arbeitnehmer mindestens ein Jahr lang versichert war, zahlt eine gesonderte Rente wenn der Betreffende das Rentenalter erreicht hat:

Beispiel: Herr M. hat in Deutschland 15 Jahre gearbeitet, danach zwei Jahre in Holland und schließlich bis zu seinem 65. Lebensjahr in Belgien. Er bezieht Rente aus drei Staaten. Wenn er seinen Rentenantrag in seiner belgischen Wohngemeinde stellt, hat das zur Folge (vorausgesetzt er weist dort auf alle Versicherungszeiten hin!), dass in den beiden anderen Mitgliedsstaaten automatisch geprüft wird, welcher Rentenanspruch für ihn besteht.

In jedem Land, in dem die betreffende Person versichert war, bleiben die Versicherungsbeiträge solange erhalten, bis das nach den Rechts-vorschriften dieses Staates vorgesehene Rentenalter erreicht ist. Bereits entrichtete Beiträge werden also weder in ein anderes Land übertragen, noch an denjenigen ausgezahlt, dessen Versicherung in diesem Land endet.

Die jeweiligen Altersrenten werden nach Maßgabe der in dem betreffenden Land zurückgelegten Versicherungszeiten berechnet: Waren Sie dort lange versichert, werden Sie eine verhältnismäßig „hohe“ Rente erhalten, wogegen Ihre Rente verhältnismäßig „nie-d­rig“ sein wird, wenn Sie dort nur kurze Zeit beruflich tätig waren. Natürlich spielt auch die Höhe Ihres Lohnes eine wesentliche Rolle.

Nur wenn in einem Mitgliedsstaat insgesamt weniger als zwölf Monate gearbeitet worden ist, existiert eine Regelung, wonach das Verwaltungsverfahren vereinfacht und nur aus einer Kasse Leistung zu beziehen ist (natürlich unter Berücksichtigung der so vermiedenen Kleinstrente durch diese letztlich einzige zahlende Kasse).

Das Ineinandergreifen der verschiedenen Rentensysteme zwischen zwei oder mehreren Staaten, ist einer der am schwierigsten nachzu-vollziehenden Vorgänge für den Grenzgänger.

Sie sollten sich deshalb zeitig genug informieren lassen, und können dazu die Beratungstermine der folgenden Dienststellen oder Service-Zentren der Rentenverwaltungen nutzen:

Deutsche Rentenversicherung Rheinland
Service-Zentrum Aachen
Benediktinerstraße 39 | D- 52066 AACHEN
Tel: +49 241 6096 02 | Fax: +49 241 6096 4961
Service-zentrum.aachen@drv-rheinland.de
 
und
Landespensionsamt
Dienststelle Malmedy
Rue des Alliés 28 | B – 4960 MALMEDY
Tel: +32 (0)80 79 13 00 | Fax: +32 (0)80 79 13 14
malmedy@onp.fgov.be

Die Experten dieser Einrichtungen bieten in den verschiedenen Grenzgemeinden zudem regelmäßige „Internationale Beratungstage“ an, deren Termine und Adressen Sie der lokalen Presse ent­nehmen können. Eine wichtige Anlaufstelle für alle Rentenfragen bilden zudem die Rentenämter der Gemeinden.

Wer einen Teil seiner beruflichen Laufbahn in Belgien zurückgelegt hat, kann ab dem vollendeten 55. Lebensjahr über das Rentenamt seiner Gemeinde um eine Vorausberechnung seiner Rente bitten.

Wer in Deutschland rentenversichert ist, erhält normalerweise seitens seines Rententrägers eine übersichtliche jährliche Renteninformation. Diese gibt u. a. Aufschluss

Diese Renteninformation wird bislang dem Grenzgänger noch immer vorenthalten.

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Der Grenzgänger wird dann mit einer wahren Formularflut konfrontiert, an dessen Ende (Achtung: die durchschnittliche Dauer des Verfahrens liegt bei über einem Jahr!) allerdings ein „geklärtes Rentenkonto“ vorliegt. Vorteil einer vorgenommenen Kontenklärung: ein zeitig geklärtes Konto beschleunigt das spätere Rentenverfahren erheblich.

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Stand: 01.03.2017

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Dies hat u. a. damit zu tun, dass die aktuelle Wohnadresse dem deutschen Rentenamt unbekannt ist. Wollen Sie eine Probeberechnung Ihrer aktuellen Rentenwerte aus der Bundesrepublik Deutschland, zögern sie also nicht, Ihrem Versicherungsträger Ihre aktuelle Wohnanschrift mitzuteilen, und um eine Renteninformation zu bitten.

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Dennoch verweigert die DEUTSCHE RENTENVERSICHERUNG auch bei Kenntnis der aktuellen Anschrift erfahrungsgemäß noch häufig die Renteninformation, und bittet im Vorfeld um eine sogenannte „Kontenklärung“. Bei diesem Verfahren wird der Grenzgänger aufgefordert, alle festgestellten Lücken im Versicherungsverlauf zu schließen, und Tatbestände mitzuteilen, die rentenrechtlich zu berücksichtigen sind (z. B. Kindererziehungszeiten, Aus- und Fortbildungszeiten usw.).

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Die CSC hilft Ihnen die Formularflut bei einer Kontenklärung zu meistern. Warten Sie zu lange schon auf einen Rentenbescheid? Die CSC macht Druck. Sie beziehen Arbeitslosengeld in Belgien, und gleichzeitig eine Witwenrente aus Deutschland? Die CSC prüft, ob die jeweiligen Leistungen korrekt miteinander verrechnet wurden.

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