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Leitfaden für Grenzgänger

 

4.1.

Wo ist der Grenzgänger krankenversichert?

Die Krankenversicherung wird immer in dem Land durchgeführt, in dem auch das Beschäftigungsverhältnis besteht. Wer also in Deutschland arbeitet, ist dort auch krankenversichert.

Dabei hat der Grenzgänger die freie Krankenkassenwahl in seinem Arbeitsland. Aus Unkenntnis nutzen viele Grenzgänger dieses Wahlrecht nicht. Der Arbeitgeber meldet den Grenzgänger einfach bei irgendeiner Krankenkasse an.

Sein Krankenkassenwahlrecht übt der Grenzgänger aus, indem er seinem Arbeitgeber in Deutschland zu Beginn der Beschäftigung bzw. spätestens in den ersten 14 Tagen nach Arbeitsaufnahme, eine Mitglieds-bescheinigung der gewählten deutschen Krankenkasse vorlegt. Diese Mitgliedsbescheinigung (gemäß § 175 Sozialgesetzbuch V) stellt jede deutsche Krankenkasse kostenfrei aus.

 

4.2.

Die Betreuung durch eine belgische Krankenkasse

Der Grenzgänger muss darüber hinaus auch in seinem Wohnland bei einer Krankenkasse seiner Wahl gemeldet bleiben, denn er hat als Hauptversicherter (oder Stammversicherter) für die Gesund­heitsleistungen die Wahl zwischen der Versorgung im Beschäftigungsland (Deutschland) oder im Wohnland (Belgien).

Der Grenzgänger braucht also lediglich seiner belgischen Krankenkasse mitzuteilen, dass er in Deutschland arbeitet und bei welcher deutschen Krankenkasse er dort versichert ist. Zur formellen Anmeldung des Grenzgängers stellt die deutsche Krankenkasse der belgischen Krankenkasse einen europäischen Anspruchsschein „E106“ aus. Dieser Vordruck wird seit dem Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung am 01.05.2010 auch „S1“ genannt. Der Grenzgänger braucht in den meisten Fällen selbst nichts zu unternehmen.

Bei Personen, die noch nicht Mitglied einer belgischen Krankenkasse waren (z. B. bei Umzug nach Belgien) ist zunächst Kontakt mit einer Krankenkasse aufzunehmen.

Der Hauptversicherte hat also Anspruch auf die Gesundheitsleistungen in beiden Ländern, sowohl in Deutschland als auch in Belgien. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen (auch Zuzahlungs- und Eigenbeteiligungs-regeln) des Landes, in dem die Leistungen in Anspruch genommen werden. So hat der Grenzgänger auch die freie Wahl zwischen allen in Belgien und Deutschland zugelassenen Krankenhäusern.

 

4.2.1

Die Familienversicherung

Das Anrecht auf Familienversicherung wird durch die belgische Krankenkasse nach belgischem Recht geprüft. Die beim Grenzgänger eingetragenen Angehörigen werden dann der deutschen Krankenkasse mitgeteilt. Die gemeldeten Angehörigen haben die gleichen Leistungsansprüche wie der Hauptversicherte. Falls die Angehörigen eine Versicherungskarte für deutsche Leistungen benötigen, ist eine Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse erforderlich.

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Stand: 01.03.2017

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