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Leitfaden für Grenzgänger

 

2.2.2

Beschäftigung in mehreren Ländern

für den gleichen Arbeitgeber

Beschäftigt Ihr (einziger) Arbeitgeber Sie in zwei oder mehreren Ländern ist die Frage nach dem Anteil der Beschäftigung, die im Wohnland ausgeübt wird, zu stellen.

Wird ein „substantieller Anteil“ der Beschäftigung im Wohnland ausgeübt, so gilt die Anmeldung in das Sozialversicherungssystem des Wohnlandes. Ein substantieller Anteil im Wohnland ist dann gegeben, wenn auf das Wohnland mindestens 25% des Arbeitsvolumens und/oder des Arbeitsverdienstes anfallen.

Beispiel: Herr X wohnt in Belgien, und arbeitet in Deutschland für einen dortigen Arbeitgeber, der ihm die Möglichkeit lässt, einen Tag pro Woche zuhause zu arbeiten. Bei einer Fünftagewoche liegt somit der Anteil der im Wohnland ausgeübten Beschäftigung unter 25%. Herr X ist in Deutschland sozialversichert.

Beispiel: Herr X wohnt in Belgien und betreut als Vertreter für eine deutsche Firma an zwei Tagen den belgischen, die restlichen drei Tage den niederländischen Markt. In diesem Falle ist er in Belgien sozialversichert. Würde der Beschäftigungsanteil unter 25% liegen, wäre er in Deutschland sozialversichert (wo der Betriebssitz liegt).

Dieses Betriebssitzprinzip gilt auch für Fernfahrer im internationalen Verkehr, wenn die Beschäftigung im Wohnland unter 25  % liegt.

Beispiel: ein in Belgien wohnender Fernfahrer im internationalen Verkehr, fährt durchschnittlich pro Woche einen Tag in seinem Wohnland Belgien, einen Tag in Deutschland, und die restlichen drei Tage in Holland.

Hat sein Arbeitgeber den Betriebssitz in Deutschland, ist dieser Fahrer in Deutschland zu versichern. Würde er zwei Tage/Woche durch Belgien fahren, wäre er dort zu versichern, denn dann läge ein substantieller Anteil seiner Beschäftigung in seinem Wohnland.

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Stand: 01.03.2017

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Achtung: sowohl die steuerlichen, als auch die arbeitsrechtlichen Regelungen folgen anderen Zuweisungskriterien. So gilt steuerlich: was in Deutschland erwirtschaftet wird (in den beiden letzten Bei-spielen beide Male der Lohn, der einem Beschäftigungstag ent­spricht) wird auch dort versteuert, der Rest des Lohnes ist in Belgien zu versteuern.

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Bis zum 30.04.2010 galten für die LKW-Fahrer im internationalen Verkehr besondere Regeln. Bisher war er im Wohnland nur dann anzumelden, wenn mindestens 51% seiner Arbeitszeit auch dort verrichtet wurde. Seit Mai 2010 gelten für ihn die allgemeinen neuen Regeln (also 25% falls gleicher Arbeitgeber).

Ihm wird eine Übergangszeit von 10 Jahren zugestanden, wenn er vor dem Inkrafttreten der neuen Regelung am 01.05.2010 schon unter die alte Regelung fiel. Es sei denn, er möchte der neuen schon vorher beitreten. Dies ist auf Anfrage beim belgischen Landesamt für Soziale Sicherheit möglich.

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