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Leitfaden für Grenzgänger

 

7.2.

Rente wegen Erwerbsminderung

Renten wegen Erwerbsminderung sorgen dafür, dass auch Arbeitnehmer, die – möglicherweise schon seit jungen Jahren - an einer schweren oder chronischen Krankheit oder an den Folgen eines Unfalls leiden und deshalb vom Erwerbsleben ganz oder teilweise ausgeschlossen sind, in angemessener Weise leben können. Auch bei lange dauernder Krankheit wird ab der 79. Erkrankungswoche eine Erwerbsminderungsrente (--> siehe auch hier) gezahlt werden können.

Sie ersetzen also Einkommen unter folgenden Voraussetzungen:

Die Rente wegen Erwerbsminderung wird zunächst häufig befristet gezahlt. Besteht die Erwerbsminderung danach fort, wird die Rente verlängert oder sogar unbefristet bezahlt.

Teilweise Erwerbsminderung besteht, wenn die Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden, nicht aber auf weniger als drei Stunden täglich gesunken ist.

Volle Erwerbsminderung besteht, wenn wegen Krankheit oder Unfall täglich weniger als drei Stunden gearbeitet werden kann.

Ob eine teilweise oder volle Erwerbsminderung vorliegt, entscheidet ein medizinisches Gremium der Deutschen Rentenversicherung. Allerdings muss sich die Erwerbsminderung nicht nur auf den ausgeübten Beruf, sondern auch auf angepasste oder leichtere Arbeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes beziehen.

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Neben einer Erwerbsminderungsrente darf in begrenztem Umfang hinzuverdient werden. Je nach Höhe des Hinzuverdienstes kann sich aber der Rentenbetrag vermindern.

Erwerbsminderungsrenten werden in der Regel beantragt, wenn sich eine Erkrankungssituation des Arbeitnehmers über den Zeit­raum des Bezugs von deutschem Krankengeld hinaus verlängert.

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Anders als das Krankengeld, das immer durch den Versicherungsträger des Beschäftigungslandes gezahlt wird, kommen bei Erwerbsminderung/Invalidität, alle Länder mit ins Spiel, in denen der Erkrankte jemals beschäftigt war.

Hierbei entstehen, vor allem für den Arbeitnehmer, der in mehreren Ländern beschäftigt war, zahlreiche Probleme, die eine zeitige Beratung bei einem Experten dringend erforderlich machen.

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Stand: 01.03.2017

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Bei Zahlung von Renten wegen Erwerbsminderung kommt es zu Abschlägen bei der Regelaltersrente (0,3% pro Monat), wenn die Rente vor dem 63. Lebensjahr gezahlt wird. Beginnt die Rentenzahlung vor dem 60. Lebensjahr wird der Rentenabschlag auf maximal 10,8% begrenzt.

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Krankengeld wird in Deutschland während maximal 72 Wochen bezahlt. Nach dem Entgeltfortzahlungszeitraum von sechs Wochen durch den Arbeitgeber, wird man also „ausgesteuert“, nach maximal 78 Wochen. Bleibt der Arbeitnehmer über diesen Zeitraum hinaus weiterhin arbeitsunfähig, muss er einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente“ (in Belgien ist von Invalidenrente die Rede) stellen. Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente ist spätestens 3 Monate vor dem Datum der Aussteuerung bei Ihrer belgischen Krankenkasse zu stellen.

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Grenzgänger mit Versicherungszeiten in Belgien und in Deutschland sind mit zahlreichen Problemen im Falle anhaltender Krankheit, die zu teilzeitiger oder vollzeitiger Erwerbsunfähigkeit führt, konfrontiert. Dies hat nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Berechnungssystemen der Leistungen, bzw. mit den unterschiedlichen Bewertungssystemen des Grades der Erwerbsunfähigkeit diesseits und jenseits der Grenze zu tun. Es kann durchaus sein, dass Sie für Belgien „Invalide“ sind (und dem Arbeitsmarkt zu mehr als 66% nicht zur Verfügung stehen), in Deutsch­land Ihre Erwerbsunfähigkeit aber nicht anerkannt wird. Setzen Sie sich in solchen Fällen umgehend mit dem Grenzgängerdienst der CSC in Verbindung.

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