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Leitfaden für Grenzgänger

 

6.3.3

Elternzeit rechtzeitig mitteilen und

schriftlich bestätigen lassen

Spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn muss die Elternzeit beim Arbeitgeber angemeldet werden, wenn sich die Elternzeit unmittelbar an die Geburt oder Mutterschutzfrist anschließen soll. Die Elternzeit bedarf nicht der Zustimmung des Arbeitgebers. Es ist in dem Sinne deshalb auch kein Antrag!

Bei der Anmeldung müssen Sie sich verbindlich festlegen, für welche Zeiträume die Elternzeit genommen werden soll, da die Elternzeit eigentlich nur einmal angemeldet und verändert werden darf!

Legen Sie sich beispielsweise nur für ein Jahr fest, so verzichten Sie auf den Anspruch für das zweite Jahr. Möchten Sie das zweite oder dritte Jahr dann doch nehmen, bedarf es der Zustimmung des Arbeitgebers und die „Verlängerung“ muss wiederum sieben Wochen vor Ablauf der ersten Zeit angefragt werden.

Legen Sie sich aber direkt für drei Jahre nach der Geburt fest und bekommen dann noch ein Baby, können Sie das dritte Jahr eventuell nicht mehr „nach hinten schieben“ und es verfällt.

Deshalb sollten Eltern ihre Elternzeit grundsätzlich nur für zwei Jahre anmelden, um das dritte Jahr flexibel gestalten zu können. Schon bei der Anmeldung ist dann aber die eventuelle Inanspruchnahme des dritten Jahres zu einem späteren Zeitpunkt „vorzumerken“.

Beispiel: Arbeitnehmerin X arbeitet 20 St./Woche und verlangt unmittelbar im Anschluss an ihre Mutterschutzfrist ein Jahr Elternzeit. Im zweiten Jahr möchte sie wieder die 20 St. arbeiten. Nun findet sie aber keine Kinderbetreuung und möchte ein zweites Jahr nehmen, um sich der Erziehung des Kindes zu widmen. Diese Verlängerung ist dann jedoch nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich. Hätte sie direkt zwei Jahre angefragt und dabei Ihre Absicht angekündigt, im zweiten Jahr teilzeitig arbeiten zu wollen (beispielsweise zehn Stunden) hätte es dieser erneuten Zustimmung nicht bedurft.

Beispiel: Arbeitnehmerin X hatte vor der Geburt mitgeteilt, sie wolle eine zweijährige Elternzeit antreten. Als das Kind mit sechs Jahren eingeschult wird, treten Probleme auf und sie würde eigentlich gerne noch das dritte Jahr nehmen. Dies ist dann nur mög­lich mit der ausdrücklichen Zustimmung des Arbeitgebers: Hätte sie sich schon grundsätzlich die arbeitgeberseitige Zustimmung für eine flexible Handhabung dieser Restzeit mit der ersten Anmeldung gesichert, hätte es dieser erneuten Zustimmung nicht bedurft.

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Stand: 01.03.2017

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