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Leitfaden für Grenzgänger

 

2.4.2 Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Bei Arbeitsunfähigkeit infolge einer Krankheit (S. 30) hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung durch seinen Arbeitgeber für eine maximale Dauer von sechs Wochen (42 Kalendertage). Diese sogenannte „Entgeltfortzahlung“ greift auch bei bewilligter Kur- oder Rehabilitationsmaßnahme.

Voraussetzung für diese Lohnfortzahlung ist:

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Bei wiederholter Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit besteht der Anspruch auf Lohnfortzahlung für maximal sechs Wochen, auch wenn die Zeit der Entgeltfortzahlung nicht zusammenhängend verläuft. Im Falle von Fortsetzungserkrankungen werden die einzelnen Zeiten der Arbeitsunfähigkeit also zusammengezählt. Von dieser Regel gibt es folgende zwei Ausnahmen:

Bei wiederholter Arbeitsunfähigkeit wegen neuer Krankheit beginnt die Sechswochenfrist wieder von vorn. Die Pflicht des Arbeitgebers, während dieser Zeit den Lohn fortzuzahlen, kann also mehrere Male hintereinander entstehen.

Beispiel: Herr M. ist bis einschließlich 15.1 krank geschrieben. Am Montag, dem 16.1 reicht er eine neue Bescheinigung ein, aus der nicht hervorgeht, dass es sich um eine andere Erkrankung handelt. War die Sechswochenfrist noch nicht vorbei, wird sie fortgesetzt.

Hätte auf seiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gestanden „Erstbescheinigung“, oder wäre ein entsprechendes Feld angekreuzt worden, handelte es sich um eine andere Krankheit. Somit entsteht erneut Anspruch auf sechswöchige Lohnfortzahlung: Maßgeblich ist, dass sich beide Krankheitszeiten nicht überschneiden.

 

Die Entgeltfortzahlung endet, wenn

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Stand: 01.03.2017

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Achtung: eine Krankmeldung/Attest muss nicht nur dem Arbeitgeber, sondern auch der deutschen Krankenkasse zugesandt werden (S. 31).

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Ebenfalls Anspruch auf Lohnfortzahlung haben „geringfügig Beschäftigte“ (S. 14), die allerdings kein Krankengeld beziehen, wenn die Sechswochenfrist abgelaufen ist, und weiterhin Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

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